Wie funktioniert die Blutdruckmessung?

Bei jedem Herzsport- oder Kardiologen-Termin wird eine Blutdruckmessung durchgeführt. Jeder weiß, wie die Schwester oder der Arzt den Blutdruck misst. Aber wissen wir auch, was die Schwester oder der Arzt beim Messen hört, und warum der Blutdruck gehört werden kann?

Blutdruckmessgerät nach dem italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci.
Blutdruckmessgerät nach dem italienischen Arzt Scipione Riva-Rocci. Abbildung: (C) D. Langberg

Mit jedem Herzschlag drückt das Herz bei einem erwachsenen Menschen ca. fünf Liter Blut in den Blutkreislauf, um damit alle Körperzellen mit Sauerstoff zu versorgen. Der Herzmuskel wird durch die Elastizität der Blutgefäße in seinem Arbeitsablauf unterstützt und leitet den Blutdruck mit einem maximalen und einem minimalen Wert als Welle durch den Körper. Dies ist der sogenannte obere (systolische) bzw. untere (diastolische) Wert. Am einfachsten kann diese Messung oberhalb der Ellenbogenbeuge vorgenommen werden, da dort die Armschlagader relativ oberflächlich verläuft.

Warum kann der Blutdruck bei einer Blutdruckmessung gehört werden?

Am Anfang jeder Blutdruckmessung wird mittels der aufblasbaren Manschette die Armschlagader am Oberarm eingeengt. Danach lässt die Schwester oder der Arzt den Luftdruck aus der Manschette ab.

Mit dem ersten hörbaren Ton, den die Welle des Blutdrucks verursacht, wird der obere (systolische) Wert ermittelt (siehe Abbildung unten). Dieser Ton tritt auf, wenn die linke Herzkammer sich mit Blut füllt und dann das Blut in die Adern drückt.

Grafische Darstellung der der Blutdruckwerte.
Grafische Darstellung der der Blutdruckwerte. Abbildung: (C) D. Langberg

Mit dem letzten hörbaren Ton, den die Welle des Blutdrucks verursacht, wird der untere (diastolischer) Wert ermittelt (siehe Abbildung oben). Dieser Ton tritt auf, wenn das Herz entspannt und erneut sich mit Blut füllt. Das Blut kann wieder ungehindert durch die Armschlagader fließen. Diese Töne nennt man auch Korotkwo-Töne.

Die Blutdruckmessung wird in der Maßeinheit „Millimeter Quecksilbersäule“ (mmHg) gemessen.

Brutdruckmesser mit systolischen und diastolischen Wert.
Brutdruckmesser mit systolischen und diastolischen Wert. Abbildung: (C) D.Langberg

Mit Hilfe der Blutdruckmanschette und dem analogen Druckmesser kann der Arzt oder die Schwester die Blutdruckmessung durchführen. Bei der Messung kann dann direkt (siehe Abbildung ) der Blutdruck abgelesen werden.

Ein Leben mit dem Herzinfarkt